Vorgeschichte und Gründung
der BSG Chemie Radebeul

Nach Beendigung des durch den Hitlerfaschismus hervorgerufenen Krieges im Mai 1945 entwickelte sich auch das Bedürfnis der Bevölkerung, wieder Sport zu treiben. Zunächst nur auf territorialer Ebene möglich, fanden sich in Radebeul etwa 25 Sportler zusammen, die mit einem regelmäßigen Training Fußball spielten. Zwangsläufig ergab sich daraus, dass noch im Jahr 1945 im Volkshaus Radebeul die SG Radebeul-Ost gegründet wurde.

Unter Leitung des Sportfreundes Oskar Stelzer begannen die Sportler unter sehr schwierigen Bedingungen, die Traditionen des Arbeitersportes fortzusetzen. Den Fußballern folgten Kegler und Turner, die den Grundstein bildeten, dass im Jahr 1948 die Betriebssportgemeinschaft BSG ALCID Radebeul unter Leitung des damaligen Betriebsdirektors des VEB Chemische Fabrik von Heyden, Willi Hamm, gegründet wurde. 76 Mitglieder in 3 Sektionen setzten, durch neue Beschlüsse hervorgerufen, mit verbesserten materiellen und technischen Bedingungen den weiteren Aufbau der Betriebssportgemeinschaft fort.

Die Gründung der DDR sowie des "Deutschen Turn- und Sportbundes" setzte auch für die Betriebssportgemeinschaft neue Maßstäbe. Dank der ideellen und materiellen Unterstützung der Trägerbetriebe entwickelte sich die BSG ständig weiter.

Im Jahr 1951 als die Sportgemeinschaft ihren heutigen Namen - BSG Chemie Radebeul - erhielt, nahmen 150 Aktive in 8 Sektionen am Übungs- und Wettkampfbetrieb teil.

Als der im Jahr 1951 eingesetzte BSG-Leiter - Herbert Träber -­1956 die Leitung der BSG dem Sportfreund Heinz Freitag übertrug, waren über 600 Mitglieder erfasst.

Mit der Berufung des Sportfreundes Heinz Freitag als Vorsitzender des Kreisvorstandes des DTSB Dresden-Land in Jahr 1966, übernahm der neue BSG-Leiter - Horst Fischer - bereits 850 Mitglieder, 7 Sektionen und über 40 Übungsleiter und Kampfrichter.

Seither entwickelte sich die BSG kontinuierlich weiter. Wenn wir heute nach 40 Jahren Bilanz ziehen, können wir mit Stolz feststellen, dass die BSG in 9 Sektionen und zahlreichen Sportgruppen mit 1.843 Mitgliedern zu den größten Betriebssportgemeinschaften des Kreises zählt,

Diese Entwicklung war unmittelbar damit verbunden, dass insbesondere durch den VEB Arzneimittelwerk Dresden den Sportlern verbesserte Bedingungen geschaffen wurden.

So zum Beispiel konnte anlässlich des 20. Jahrestages der DDR eine 3-Bahn-Kegelanlage eingeweiht werden, die später zu einer 5-Bahnanlage mit automatischer Kegelaufsetzanlage ausgebaut wurde.

Dem folgten die Umgestaltung und der Anbau des Sozialtraktes mit dem Sportcasino. Nicht unerwähnt sei auch die zweimalige Instandsetzung der Spielfläche des Sportplatzes der BSG, der allerdings den erhöhten Anforderungen nicht mehr genügt. Hier hoffen die Sportler, das die zurzeit laufenden gemeinsamen Bemühungen der BSG-Leitung und des Trägerbetriebes Früchte tragen und bald ein 2. Sportplatz entsteht.

Auch die 1984 eingeweihte Radebeuler Schwimmhalle hat Anteil an der Weiterentwicklung, speziell der Sektion Schwimmen der BSG.

Für die Schaffung all dieser Voraussetzungen sei an dieser Stelle nochmals Dank und Anerkennung dem gesamten Werkkollektiv des VEB Arzneimittelwerk Dresden, den Trägerbetrieben aber auch allen Sportlern und Funktionären der BSG Chemie Radebeul ausgesprochen, die durch hohe Einsatzbereitschaft beim Aufbau der Sportstätten und bei der Durchführung des Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetriebes Anteil an der Entwicklung der BSG nahmen.

Kämpfen wir zu Ehren des 40, Jahrestages unserer BSG um die Realisierung und Erfüllung des

"Sportprogramms DDR - 40"

auch im Interesse der Weiterentwicklung unserer BSG Chemie Radebeul!

Horst Fischer
Vorsitzender der BSG Chemie Radebeul

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