Schach

Ein Gründungsdatum unserer Sektion ist leider nicht bekannt. Die ältesten Dokumente von 1955/56 nennen Schachsektionen bei Motor Radebeul-West, beim VEB Emailleguß und bei Chemie Radebeul. Es werden etwa 70 - 80 organisierte Schachsportler registriert.

Bis 1960 gehörte die 1. Männermannschaft der Bezirksklasse an, danach bis heute der Kreisliga.

Ab 1960 finden wir die Sektion unter dem Namen Einheit Radebeul. Einen sportlichen Erfolg verzeichnete der Blindenspieler Helmut Wortmann mit dem 2. Platz der Bezirksmeisterschaft und der Qualifizierung zur DDR- Meisterschaft.

1960 zählte die Sektion 67 Mitglieder.

In den folgenden Jahren gingen die Mitgliederzahl und die Spielstärke zurück.

In den Jahren 1966 und 1967 nahm die 1. Mannschaft an dar Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse teil.

Der Jugendspieler Mathias Buchholz wurde 1969 als 5-Plazierter beim DDR-Ausscheid zum A-Kader berufen und zum Leistungszentrum Post Dresden delegiert.

Anfang der 70er Jahre zählten wir etwa 50 Mitglieder. Die Spielstärke dar Sektion, hat bis auf wenige Ausnahmen, nachgelassen. In den Jahren 1973 - 1978 bestritten wir mit der 1. Mannschaft Stichkämpfe um den Verbleib in der Kreisliga. Der Tiefpunkt war 1975 mit dem Abstieg in die Kreisklasse erreicht. Dort verblieben wir aber nur ein Jahr.

Von 1956 bis 1979 war mit einer einjährigen Unterbrechung (1960 - H.-J. Silbermann) - Werner Mathe - unermüdlich als Sektionsleiter tätig, bis er diese Funktion in jüngere Hände gab,

Werner Mathe ist es auch durch seine jahrzehntelange Nachwuchsarbeit im Pionierhaus zu danken, dass die Sektion mit Nachwuchs versorgt wurde. Es wurden viele Talente entdeckt, aber fast alle gingen uns wieder durch ein späteres Studium verloren,

Seit 1979 ist Frank Mühlberg Sektionsleiter. Die Mitgliederanzahl ging leider weiter zurück, da die Nachwuchsarbeit Sorgen bereitet. Indes festigte sich die 1. Mannschaft. Nach dem Staffelsieg in der Kreisliga 1982/83 war die Aufstiegsrunde nicht erfolgreich.

1984 wechselte die gesamte Sektion zur BSG Chemie Radebeul, Dadurch erhielten wir mit dem "Leninzimmer" endlich ein gesichertes Spiellokal.

Den Start bei "Chemie" vollzogen nur 16 Sportfreunde. Anfang und Mitte der 80er Jahre nahm die Leistungsstärke deutlich zu. Mehrere Sportfreunde erreichten die bis dahin nicht vorhandene Leistungsklasse 2. Falk Breuer erreichte gar die Leistungsklasse 1. Diese Entwicklung wirkte sich auf die gesamte Sektion sehr positiv aus. Meisterschaften wurden von nun an sehr spannend, die Stammplätze in der 1. Mannschaft sind umkämpft. Weitere Turniere, wie Stadtmeisterschaften, offene Einladungsturniere werden erfolgreich organisiert.

Um die gewachsene Spielstärke zu verdeutlichen, sei hier der Sportfreund Reinhard Schlappe: genannt, der beim 10. Internationalen Ravensbrücker Gedenkturnier den 6. Platz unter 70 Teilnehmern belegte und damit die Leistungsklasse 1 errang. Er gilt von nun an als unser stärkster Spieler.

In der laufenden Saison wurde unsere 1. Mannschaft ungeschlagen mit deutlichem Vorsprung Kreisligasieger, sie nimmt derzeit an der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse teil.

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Unsere Sektionsmeister waren

Spfrd.

Willy Kaiser

6 x

(1959, 1961, 1976,
1977, 1978, 1979)

Spfrd.

Frank Mühlberg

4 x

(1981, 1982, 1986, 1988)

Spfrd.

Mathias Buchholz

3 x

(1968, 1969, 1970)

Spfrd.

Dieter Schmidt

3 x

(1964, 1965, 1966)

Spfrd.

Dr. H.-G. Kasmirowski

2 x

(1980, 1983)

Spfrd.

Andre Breuer

2 x

(1984, 1986)

Spfrd.

Hansjörg Seidel

2 x

(1973, 1974)

Spfrd.

Helmut Wortmann

2 x

(1962, 1967)

Spfrd.

Falk Breuer

1 x

(1985)

Spfrd.

Dieter Timm

1 x

(1975)

Spfrd.

Frank Rotter

1 x

(1972)

Spfrd.

Norbert Westphal

1 x

(1963)

Spfrd.

Peter Eiselt

1 x

(1960)

Episode

Auch geistiges Training erhält jung!

Es war im Jahr 1987. Unsere beiden Veteranen Hans Marczschewsky (92 Jahre) und Willy Radecker (86,5 Jahre) spielen eine Partie Schach. Trotz des freundschaftlichen Charakters des Spiels wird hart um den Sieg gekämpft. Radecker gewinnt. Darauf meint Hans Marczschewsky: “Ist ja keine Kunst, du junger Bengel!”