|
Schwimmen Visitenkarte
|
Gründung:
|
|
01.10.1981 im Leninzimmer des VEB Arzneimittelwerk Dresden
|
|
Mitbegründer:
|
|
Bernd Kretzschmar
|
1. Sektionsleiter
|
|
Armin Vielhauer
|
1. stellv.. Sektionsleiter
|
|
Karl-Heinz Warnatz
|
|
|
Walter Stephan
|
|
|
Gäste der Gründungsveranstaltung:
|
|
Andreas Schmitt
|
ehem. Mitglied der Nationalmannschaft, jetzt HSG TU Dresden
|
|
Andreas Heinz
|
DTSB-Kreisvorstand
|
|
Horst Fischer
|
BSG-Leiter
|
|
Klaus Helbig
|
stellv. BSG-Leiter
|
|
Dr. Steinert
|
Kreissportarzt
|
|
Die Sektion heute:
|
|
Mitglieder
davon
Vorschulkinder
Trainingszentrum
Kinder / Jugendliche
Erwachsene
Winterschwimmer
|
330
30
60
147
65
28
|
|
|
Funktionäre:
|
|
Manfred Grötzsch
|
Mitglied BFA Dresden Mitglied Wettbewerbskommission DSSV
|
|
Monika Kiesow
|
Mitglied KFA Dresden-Land
|
|
Bernd Pfeifer
|
Mitglied KFA Dresden-Land TZ-Trainer
|
|
Andreas Markert
|
Mitglied KFA Dresden-Land
|
|
Bernd Kretzschmar
|
stellv. BSG-Leiter
|
|
Sektionsleitung:
|
|
Bernd Kretzschmar
|
Sektionsleiter
|
|
Andreas Markert
|
stellv. Sektionsleiter
|
|
Bernd Pfeifer, Rüdiger Patitz, Hans-Joachim Wolf, Cornelia Hanns, Rainer Scheppan, Jürgen Fischer, Katrin Sperling
|
|
TZ- Leitung:
|
|
Dr. Peter Leupold
|
Leiter des TZ
|
|
Walter Stephan
|
stellv. Leiter des TZ
|
|
Wolfgang Hecht
|
Parteibeauftragter
|
|
Bernd Pfeifer
|
Trainer
|
|
Elke Langer
|
Vertreter der Übungsleiter
|
|
Karin Haupt
|
Vertreter der Eltern
|
|
weiterhin:
|
|
25 ausgebildete Übungsleiter, 9 Rettungsschwimmer, 3 Schwimmeister, 5 Gesundheitshelfer
|
|
Winterschwimmen
„Ariston men hydor - Das Beste ist das Wasser"
Diese Meinung stammt vom griechischen Dichter und Denker Pindar und ist bereits 2000 Jahre alt.
In allen Zeiten setzten sich die Menschen mit dem Medium Wasser in vielfältiger Weise auseinander. Einige Motive waren: der Durst, Hygiene und Sauberkeit, Be- und Entwässerung, militärische Belange, der Fischfang, die Schifffahrt, Krankenpflege, Entspannung, Vergnügen, Erfrischung und der Sport. Der Anteil von künstlich angewärmten bzw. beheiztem Wasser war bei diesen Aktivitäten äußerst gering und stieg erst mit fortschreitender technischer Entwicklung.
Im vorigen und am Anfang unseres Jahrhunderts verzeichneten einige Verfechter der Naturheilkunde wie zum Beispiel Vinzenz Prießnitz, Sebastian Kneipp und der Radebeuler Eduard Bilz bemerkenswerte Erfolge bei der Heilung verschiedenartiger Beschwerden mittels kaltem Wassers.
Der technische Fortschritt ging einher mit einer zunehmenden Verlagerung der Arbeit vom Freien in beheizte und teilweise sogar klimatisierte Büros und Produktionsstätten, mit einer Abnahme der körperlichen Arbeit bei gleichzeitiger Zunahme von Eintönigkeit und Monotonie, mit einer wesentlichen Verbesserung der Wohnqualität in Bezug auf Heizungssysteme, Doppel- und Thermofenster, Bevorratung mit Heizmaterial und so weiter.
Mit diesen positiven Prozessen war objektiv verknüpft eine zunehmende Verweichlichung der Bevölkerung und das Auftreten neuer Krankheitsformen bzw. -verteilungsraten.
Körperkultur und Sport haben im weitesten Sinn den Auftrag, diesen negativen Tendenzen entgegenzuwirken.
Das Winterschwimmen hat seit Anfang der 80-er Jahre einen geachteten Platz im Sport der DDR.
Beute gibt es in unserem Land etwa 1.000 organisierte Winterschwimmer, also mehr als Bobfahrer und Eishockeyspieler beispielsweise.
Im Bezirk Dresden ist Chemie Radebeul die stärkste Sektion, gefolgt von Wismut Pirna-Copitz, Stahl Riese und Fortschritt Bischofswerda. Auch in Dresden-Zschachwitz, Heidenau, Dresden-Mockritz und Moritzburg gibt es kleinere Zentren. Die Zahl der "Einzelkämpfer" ist unbekannt.
Der Prozeß der Anerkennung des Winterschwimmens verlief nicht ohne Hindernisse:
Deutscher Schwimmsportverband der DDR: “Eisbaden? - Der Schwimmsportverband ist doch kein Badeverein! Da könnten wir uns auch mit Badewannenrudern und Luftmatratzenpaddeln befassen!”
Sportmediziner: “Was untersuche ich denn bei diesen Sportfreunden? Gucke ich ihm ins Ohr oder überweise ich ihn zum Nervenarzt?”
Rechtsträger der Freibäder: “Wer trägt die Verantwortung, wo sind Sicherheitsbestimmungen? Wir können die Objekte außerhalb der Sommersaison nicht besetzen!”
DTSB: “Keine Wettkämpfe, keine Rekorde, keine Siege, keine Leistungsklassen - das gibt es in keiner anderen Sportart! Ist Winterschwimmen überhaupt Sport?”
Diese berechtigten Fragen und Probleme sind heute sachlich und ausreichend geklärt. Unsere Sektion hat dazu wichtige Beiträge geleistet.
Der Teilnehmer an unserer Gründungsveranstaltung, Sportfreund Andreas Heinz, hat in seiner Eigenschaft als Mitglied des 'Präsidiums des DSSV der DDR und Vorsitzender der Kommission Freizeit- und Erholungssport die entscheidenden strukturellen Weichen zur Anerkennung des Winterschwimmens in der DDR gestellt,
Grundlage waren seine Kontakte zu unserer Sektion und teilweise eigene Versuche im Winterschwimmen im Rahmen unserer Veranstaltungen,
Manfred Grötzsch ist als erster Winterschwimmer der DDR ordentliches Mitglied eines BFA Schwimmen. Außer dem Winterschwimmen koordiniert er alle Belange des Meilen- und Langstreckenschwimmens sowie aller Wettbewerbe mit FES-Charakter in den Freibädern des Bezirkes.
Im Rat der Stadt Radebeul, dem Sportstättenbetrieb und in der Objektleitung des Radebeuler Lößnitzbades, mit Erich Hieblak an der Spitze, hatten wir stets gute und verständnisvolle Partner.
Seit Beginn unseres Bestehens waren die Nutzung des Lößnitzbades und die Fragen der Sicherheit vertraglich geregelt. Diese Tatsachen konnten bei Erfahrungsaustauschen der Winterschwimmer immer als Beispiel herausgestellt werden.
Heute bilden die Winterschwimmer eine Übungsgruppe im Rahmen der Sektion Schwimmen. Leiter der Übungsgruppe ist Rainer Scheppan. Außer ihm sind Manfred Grötzsch und Jörg Binia ausgebildete Übungsleiter.
Für die 5. Saison im Eiswasser konnten bisher als “Ehrenseelöwe” geehrt werden:
|
Bernd Kretzschmar
|
(8. Saison)
|
|
Karl-Heinz Warnatz
|
(7. Saison)
|
|
Erhard Wolf
|
(5. Saison - nicht mehr aktiv)
|
|
Gerhard Thielemann
|
(6. Saison)
|
|
Rainer Scheppan
|
(6. Saison)
|
|
Ingelore Warnatz
|
(6. Saison)
|
|
Manfred Grötzsch
|
(5. Saison)
|
|
Jürgen Fischer
|
(5. Saison)
|
|
Walter Stephan
|
(5. Saison)
|
|
Zur Zeit jüngste Mitglieder sind: Peggy Proboczkai (15 Jahre), Uwe Muster (16 Jahre) und Silke Fröhner (15 Jahre), “Veteran” der Truppe ist Gerhard Thielemann mit 69 Jahren.
Die Mitglieder zählen zu den Stammgästen bei Treffen der Winterschwimmer in Berlin, Leipzig, Wurzen, Riesa, Pirna, Karl-Marx-Stadt und Bischofswerda. Auch beim berühmten Moldauschwimmen in Prag sind wir regelmäßig vertreten.
Erinnern möchten wir noch an unsere freundschaftlichen Kontakte zu den Winterschwimmern von TJ Hoholany SIGMA Olomouc. Unseren tschechischen Sportfreunden, die auf eine Tradition zurückblicken können, die bereits in den zwanziger Jahren beginnt, verdanken wir viele wertvolle Erfahrungen.
Durch die Aktivitäten der Winterschwimmer entwickelte sich das Radebeuler Lößnitzbad zu einer echten Sportstätte, die ganzjährig nutzbar ist.
“Im Radebeuler Lößnitzbad ist immer Saison!” lautete eine Schlagzeile im “Deutschen Sportecho” treffend. So haben die Winterschwimmer einen kleinen Anteil an der Tatsache, dass das Lößnitzbad zum wiederholten Mal als Sieger im Bäderwettbewerb des Bezirkes Dresden ausgezeichnet werden konnte.
Sportschwimmen
Am 28. August 1984 trafen sich im Lößnitzbad die Sportfreunde Bernd Kretzschmar, Andreas Markert, Jürgen Fischer, Gudrun Wolf, Hans-Joachim Wolf, Ingrid Schröder, Monika Kiesow und Hans-Ulrich Witscher zu einer Beratung. Sie waren bereit, als Übungsleiter das Training der Kinder- und Jugendlichen sowie der Erwachsenen zu leiten.
Großer Beliebtheit erfreuten sich die Schwimmkurse, denn die Sportfreunde hatten sich vorgenommen, das separate Lehrschwimmbecken der Radebeuler Schwimmhalle intensiv zu nutzen und Vorschulkindern das Schwimmen zu lehren.
Der besondere Mut bestand in der Tatsache, dass kein Sportfreund Erfahrungen in der Übungsleitertätigkeit hatte, einige waren noch nicht ausgebildet, und was das schwerwiegendste Problem war, die meisten hatten keine eigene schwimmsportliche Vergangenheit.
Am Sonnabend, dem 1. September 1984 war es dann soweit. Der Radebeuler Bürgermeister, Horst Theuring, durchschnitt das seidene Band und hunderte Radebeuler Bürger nahmen endlich von ihrer Schwimmhalle Besitz, Ein lang gehegter Wunsch war in Erfüllung gegangen!
Das Wochenende war dem öffentlichen Schwimmen vorbehalten und am Montag, dem 3. September 1984 fand das erste Training unserer Sektion in der Schwimmhalle Radebeul statt. Seitdem nutzen wir dieses schöne Objekt, das äußerst verkehrsgünstig gelegen ist, jeden Montag auf 2 bis 3 Bahnen von 17 - 22 Uhr und jeden Mittwoch auf allen 5 Bahnen von 17 - 19 Uhr zum Training vorwiegend mit Kindern.
Überhaupt war die Festlegung der Nutzungsrechte der Schwimmhalle im Vorfeld der Eröffnung ein komplizierter Prozess. Einige Stadtväter wollten die Schwimmhalle "Volksschwimmhalle" nennen und waren der Meinung, sie solle ausschließlich zum öffentlichen Baden nutzbar sein. Als wären die Sportler nicht zum Volke gehörig!
Nach einigen Diskussionsrunden wurde eine Lösung gefunden, die sich bis heute gut bewährt hat.
Von den rund 90 Öffnungsstunden in der Woche steht je ein Drittel der Volksbildung für den obligatorischen Schwimmunterricht, der Bevölkerung für das öffentliche Baden sowie den sonstigen Nutzern zur Verfügung.
In die ca. 30 Wochenstunden für die "sonstigen Nutzer" teilen sich das TZ Schwimmen unserer Sektion, unsere BSG-Schwimmer sowie Schwimmsportler aus weiteren 8 BSG des Kreises Dresden-Land, das Gesundheitswesen für das orthopädische Schwimmen, die Rettungsschwimmer des DRK und die Tauchsportler der GST.
Dank der Vorleistungen unserer Winterschwimmer und der intensiven Nutzung der Freibäder haben wir uns gegenüber den anderen Radebeuler BSG einen "Startvorsprung" gesichert. Wir erhielten vom KFA die meisten Trainingszeiten.
Hinzu kam die Bereitschaft des VEB Arzneimittelwerk Dresden das Trainingszentrum Schwimmen zu leiten und finanziell zu unterstützen. Dadurch gewinnen wir Jahr für Jahr gute Nachwuchsschwimmer. Besonderen Wert hat das TZ Schwimmen für die Übungsleiteraus- und weiterbildung.
Im Kreismaßstab haben wir uns gut entwickelt. Nunmehr gilt es schrittweise im Bezirksmaßstab Erfolge zu erreichen. Unsere Sektion wird ihr endgültiges Gesicht erhalten, wenn unsere Sportler, die heute im Kindesalter erfolgreich sind, einmal als Übungsleiter und Funktionäre die Entwicklung auf höhere Stufe fortsetzen werden.
Die Spartakiadeerfolge aufzuzählen,hat wenig Sinn. Als Beispiel sei Uwe Muster hervorgehoben. 1984 trat er 11- jährig der Sektion bei. Heute ist der knapp 16jährige nicht nur mehrfacher Sieger der Kreisspartakiade sondern auch tätiger Übungsleiter der Stufe 1, Rettungsschwimmer und bereits in der 2. Saison Winterschwimmer. Er ist ein guter Schüler und FDJ-Sekretär seiner Schule.
Wir haben deshalb gerade Uwe als ersten erfolgreichen jungen Sportler mit der Ehrennadel der BSG Chemie in Bronze ausgezeichnet.
Unbedingt erwähnen müssen wir unsere Schwimmer in den Seniorenklassen. Sie waren es, die in den ersten Jahren und durchgängig bis heute für Erfolge bei Altersklassenschwimmfesten, Meilen- und Langstreckenschwimmen sowie für vordere Plätze in den Bestenlisten der DDR in den jeweiligen Altersklassen sorgten. Stellvertretend für alle seien Hildegard Kretzschmar (Jahrgang 1913), Erhard Wolf (Jahrgang 1918) und Christa Dathe (Jahrgang 1925) hervorgehoben.
Die aktuellen Wünsche der Sektion für die bevorstehende Saison 1988/89.
- Einen knackigen Eiswinter für unsere 30 Winterschwimmer
- Einige Wettkampfzeiten in der Schwimmhalle für Kinder und Jugendliche
- Gute Leistungen bei den Bezirkswettkämpfen
- Erfüllung der Delegierungsaufträge des TZ
- Weitere Baufortschritte an der Konditionsbaracke des TZ
- Ein Trainingslager für unsere besten Kinde
|