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Tennis

Mit Ende des Krieges im Mai 1945 versiegte auch die letzte Tennisaktivität in Radebeul-Ost. Auf den Plätzen des LöBnitz-Tennisclubs e. V. 08 standen die Panzer der roten Armee. Die Produktion von Bällen und Sehlägern war seit 1941 eingestellt.

Die ersten Anfänge danach beruhten auf einer Initiative von Curt Bergmann, der ab 1946 eine Art Sachsenliga zusammenstellte und den Tennissport im Bezirk bis Leipzig hin organisierte mit dem Ergebnis, dass ab 1947 geregelter Turnierbetrieb anlief, einschließlich Sachsenmeisterschaften der Damen und Herren. Da Curt Bergmann auch die Organisation in Radebeul-Ost auf den Plätzen des ehemaligen Deutschen Turnvereins leitete, kann man ihn wohl de facto als ersten Sektionsleiter bezeichnen.

Die Namen der Bezirksmeister sagen selbst den aktiven Spielern von heute wenig, eine Tatsache sei jedoch vermerkt: am 29. 6. 47 spielte eine kombinierte Dresdner Herren-Stadtmannschaft gegen Radebeul-Ost und verlor mit 3 : 6. Das gleiche Ergebnis gab es bei zwei Wiederholungsspielen.

Mit der Gründung der BSG ging die Sportgemeinschaft Radebeul-Ost in diese Institution ein, und die Organisation der Wettkämpfe im Raum Dresden erfolgte nun von einem Kreis- bzw. Bezirksfachausschuss von Dresden aus,

Waren es Anfang 1947 ca. 60 Mitglieder, so stieg die Anzahl 1948 auf ca. 85 und im Lauf der Jahre auf 120 - 130, pendelte sich dann auf die Zahl von ca. 100 Mitglieder ein.

Eine gewisse Zäsur erfolgte Anfang der 60er Jahre durch den Bau des neuen Klubhauses, da es erforderlich wurde, eine gewisse Arbeitsleistung prinzipiell von jedem Mitglied im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verlangen.

Wie sah es nun mit den sportlichen Erfolgen aus:

Ohne auf eine Menge Details einzugehen, kann festgestellt werden, dass die 1. Damen wie Herrenmannschaft fast kontinuierlich in der dritthöchsten Klasse, der Bezirksliga, spielten,

1976 gelang den 1. Damen das Aufstiegsspiel zur Verbandsliga zu gewinnen. Von 1977 bis 1979 - Verbandsliga - dann 1980 1 Jahr Bezirksliga, dann wieder Aufstieg in die DDR-Liga bis Ende 1982. Durch Krankheitsausfall Abstieg in die Bezirksliga.

Der Aufstieg zur Verbandsliga der 1. Herren wurde 1956 im Entscheidungsspiel gegen Sachsenring Zwickau verpasst, das führte mit einiger Verzögerung zu einem Aderlass dergestalt, dass Radebeuler Spieler zu Oberliga- und Verbandsligamannschaften abwanderten, und das Niveau der Spielstärke um eine Klasse zurückging.

Eine Jugendmannschaft (männlich) der BSG Chemie Radebeul schaffte Ende der 50er Jahre den DDR-Meister, Im Jahr 1966 und 1973 den Bezirksmeister. 1981 wurden unsere Jungs (bis 14 Jahre) dank guter Jugendarbeit beste Mannschaft im Bezirk und 3. in der DDR-Mannschaftsmeisterschaft.

Den Erfolgen der Jugend folgen hoffentlich Erfolge in den Klassen der Erwachsenen, um an die Leistungen der 50er und 60er Jahre erneut anknüpfen zu können.

Wir werden auch weiterhin unseren Ausbildungsschwerpunkt auf die Jugendförderung legen. Dabei übernehmen Jugendliche als Trainer und Übungsleiterhelfer die Ausbildung der Kinder und wir haben keine schlechten Erfolge damit erzielt.

Zum Schluss einige Reminiszenzen, die Leitung der Sektion betreffend:

Wie schon erwähnt, war der erste Sektionsleiter der Sportfreund Curt Bergmann, es folgten chronologisch Heinz Stoll, Georg Schwarting, Hans-Georg Richter und Dr. Steffen Jahn.

Als langjährige und aktive Mitglieder seien erwähnt die Sportfreundinnen Eva-Maria Stark, Hildegard Jander, Elisabeth Wegner, Christa Stoll, Brigitte Rahrisch, Gisela Albrecht, Siegrid Richter sowie die Sportfreunde Hans Weise, Siegfried Weise, Andreas Wiesner, Rainer Kürbis, Ralf Stark.

Erfolge bei DDR-offenen Turnieren und Bezirksmeisterschaften errangen besonders die Sportfreundinnen Stark und. Jander, Gisela Albrecht, Brigitte Rahrisch, die Sportfreunde Wolf, Stoll - Spartakiadesieger, Bezirksjugendmeister, Volker Stoll sowie Henner Hüniger, die 2 letztgenannten spielen zur Zeit in der Dresdner Oberligamannschaft der HSG Wissenschaft TU.
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An Gemeinschaftsleistungen seien neben den sportlichen Belangen die ständige Pflege der Anlage (Plätze, Umzäunung, Baulichkeiten), die Errichtung einer Gastrasse von der Einsteinstraße aus, der Bau des neuen Klubhauses in den Jahren 60 bis 62 und die Errichtung eines Gerätehauses mit Sozialanlagen von 1985 - 87 erwähnt.

An den beiden letztgenannten Bauten sind über 3.000 Aufbaustunden erbracht worden.